Rediscovering Glen Canyon’s Lost Wonders by Kayak

Im National Geographic Kurzfilm mit dem Originaltitel Rediscovering Glen Canyon’s Lost Wonders by Kayak, begeben sich der Filmemacher Taylor Graham und sein Team auf eine Kayaktour auf dem Colorado River, um den überfluteten Glen Canyon zu erkunden. Der Teamleiter Taylor fährt seit seiner Kindheit Wildwasser-Kajak auf den verschiedenen Flüssen des Arizonagebietes und konnte dabei nützliche Erfahrungen sammeln, die ihm bei seiner Expedition hilfreich sein kommen sollten.

Verlassene und verlorene Orte

Beim sogenannten Glen Canyon handelt es sich um eine sehr besondere Schlucht, über die er seit seiner Kindheit immer wieder interessante Geschichten gehört hat. Die besagte Schlucht wurde durch einen Dammbau in den 1960ern komplett überschwemmt. In den Geschichten erfuhr er von verlorenen Orten, wie beispielsweise der Kathedrale in der Wüste und dem Musik-Tempel. Also kontaktierte und überredete er eine Gruppe von Freunden, ihn bei dieser Reise zu begleiten.

In der Stadt Moab im Bundesstaat Utah sollte die Reise beginnen. Auf dem berühmten Colorado River ging es durch den Cataract Canyon bis zum ersten Ziel, dem Reservoir See. Von dort aus erforschten sie die Seitenarme, um sich einen Gesamteindruck machen zu können. Insgesamt paddelten sie um die 560km. Auf dem ersten, mehrere hundert Kilometer langen Teilstück gab es keinen einzigen Damm, dafür allerdings viele nicht ungefährliche Stromschnellen. Taylor selbst war mit einem langen See-Kajak Model unterwegs, das nicht wirklich für solche Stromschnellen geeignet ist. Es war sicher keine einfache Reise, aber die Paddler ließen es sich bei jeder Gelegenheit gut gehen. Es war für alle Beteiligten ein einzigartiges Erlebnis, aber nicht alle würden es schaffen, durchgehend bis zum Ende dabei zu bleiben.

Die Reise sollte sich als größere Herausforderung darstellen, als ursprünglich erwartet wurde. Besonders die in einigen Regionen herrschenden Winde wurden unterschätzt. Wind bedeutet höhere Wellen. Das größte Problem dabei war es, das man nicht einfach an einem x-beliebigen Ort ans Ufer paddeln und das Wasser für eine Pause verlassen konnte.