Roadtrip

Anfang August fuhren ein Teil des Team Baden, unter ihnen die 2 Bliss-Stick Teamfahrer Daniel Riedmüller und Adrian Mattern ohne genaues Ziel Richtung Schweiz um dort 3 Wochen lang Wildwasser fahren zu gehen.
Zuerst fuhren wir an die Landquart um uns dort einzufahren. Der Umstieg vom Spielboot auf den Creeker war für alle eine gewisse Herrausforderung, da wir alle die Wendigkeit der Spielboote gewöhnt waren.
Dank trockener Klamotten war die Motivation paddeln zu gehn. Danach fuhren wir zum Inn um am nächsten Tag die Brailschlucht zu befahren. Am Übernachtungsplatz angekommen sahen wir das wir leider sehr wenig Wasser hatten, warhscheinlich zuwenig für die Brailschlucht.
Nach einer regnerischen Nacht wachten wir fast im Inn auf, so extrem war der Wasserstand gestiegen, damit fielen die bei NormalWasser etwas anspruchsvolleren Strecken aus der Planung, und wir machten uns auf um die Normalerweise braven Abschnitte zu befahren.

Als wir an der Scouler Strecke einstiegen wurden wir uns bewusst das es eine gute, vorallem gesunde Entscheidung war auf den "einfachen" Abschnitten anzufangen. Starkes Wuchtwasser aus brauem Schlammwasser machten es schwer immmer die richtige Linie zu erkennen und Stein oder Walze auseinanderzuhalten. Danach fuhren wir noch die Giarsun, die sich aber nicht viel schwieriger war als bei Normalwasser, nur wuchtiger.
Am nächsten Morgen wurden wir von der Polizei geweckt und ganz freundlich darauf hingewiesen das man in der Schweiz nicht auf öffentlichen Plätzen übernachten dürfe- Immerhin mit 55 € für alle war das fast billiger als ein Campingplatz Zwinkerndes Smiley Emoticon

Am nächsten Tag paddelten wir nocheinmal die Scoulser Strecke bei nicht viel weniger Wasser.
Nächster Tag- Wenig bis Normalwasser - Ideal Wasserstand für Brailschlucht: Sehr schöne, wenn auch etwas steinige Schlucht, macht aber auf jeden Fall Spaß.
Danach gings weiter nach Chur um die Welle im örtlichen McDonalds mithilfe von Google Earth auszumachen...nach 3 Stunden Suche wurden wir auch fündig - leider abgesoffen da am Vorderrhein sehr starkes Hochwasser herrschte.
Am nächsten Tag besichtigten wir den Glenner - zuviel Wasser- unfahrbar. Also ging es zum Vorderrhein der in unseren Spielbooten viel gute Laune bereitete und die Kernstelle, das schwarze Loch, dank Umbau jetzt auf 100m der Wuchthammer in Graubünden ist.
Weil so schön, tags darauf second run-no more fun. Weniger Wasser, kalt, windig, so stelle ich mir eine Befahrung des Vorderrheins nicht vor Zwinkerndes Smiley Emoticon
Weiter zu unserem legalem Übernachtungsplatz, da schlafen und weiter gings am nächsten Morgen zum Medelser Rhein. Als uns nach 4 Stunden auffiel das wir ca. 20km zuweit flussabwärts suchten, fuhren wir schnell hoch um den fahrbahren Teil des Medelser Rheins zu besichtigen.
Um 17 Uhr stiegen wir dann auch ein- Genuss pur, schönes steiles verblocktes Wildwasser, kommt auf jeden Fall in meine Favoritenliste der schönsten Bäche Europas.

Am Medelser trafen wir Judith+Jörg vom  Kanumagazin die uns ihre Pläne an die Moesa zu fahren schmackhaft machen konnten sodass wir ihnen folgten und am nächsten Tag die Moesa von Sorte bis Cama paddelten. Auch ein Genussbach, Hochwasser, aber klares Wasser mit schönen Pasagen, auch hier hieß es nach den schnellen 5km second run- DOUBLE fun. Dann ging es weiter zum Ribofall (mein persönlich erster Wasserfall), der sicherlich das Highlight der ersten Woche darstellte. Nach erfolgreicher Befahrung fuhren wir zu den Verfechtertagen im Wallis um dort unseren Spaß auf den immer relativ schweren Abschnitten der Rhone zu haben. Ein Tolles Event, dem wir sicherlich nächstes Jahr nocheinmal beiwohnen werden. Nach den Verfechtertagen ging es ins Berner Oberland, wo die Flüsse leider immer nur wenig Wasser fuhren, was für uns leider ein kleiner Dämpfer war. Nun wollten wir mit einem kleinem Umweg über Thun nach Plattling, also fuhren wir paralell zum Inn, wo wir dann auch die schönsten Strecken nocheinmal mitnehmen konnten (Giarsun, Ardetzer) um dann im Ötztal zu landen. Auch hier sehr viel Wasser, weswegen wir leider nur die Söldener Schlucht und die untere Ötz fahren konnten - trotz schlechtem Wetter ein Riesen Spaß! Am Ende unseres Urlaubes verbrachten wir noch 4 schöne Tage bei Idealwasserstand in Plattling, nur das Wetter hätte noch etwas angenehmer sein dürfen.

Big Air Hamm:
 
Keine zwei Tage von unserem Roadtrip zurück fuhren wir auf den Big-Air Conest in Hamm- eine 8m hohe Rampe verspaß Spaß, Stauchungen und eben "Big Air".
Über 60 Starter hatten sich angemeldet, sodass alleine Vorläufe+Halbfinale den gesamten ersten Tag benötigten, um ausgetragen zu werden.
Sonntag wurde dann das Finale gefahren, es zeigte sich das das Punktesystem noch nicht Ideal war, da jeder in seinem Lauf einen relativ einfachen, aber sehr punktereichen Trick, einen Airscrew ausführte, und das Publikum langsam etwas gelangweilt wurde.
Trotzdem war die Stimmung nie schlecht, besonders als die riesige Tombola stattfand sah man eigentlich nurnoch strahlende Gesichter.

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Kommentare: 1
  • #1

    Max Rettenbacher (Samstag, 11 September 2010 12:59)

    super bericht!!!!!

    Hoffe, dass ich auch einmal ins tessin komme.

    liebe grüße MAX