Bliss Stick Tuna Testbericht

 

Nach langem warten bringt Bliss Stick einen neuen Creeker auf den Markt, den Tuna. Sam Roil, ein neuseeländischer Kajakfahrer hatte bereits die Möglichkeit den Tuna zehn tagelang zu testen...

 

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Sam Roil:

„Zuerst möchte ich den Namen 'Tuna' erklären. Er kommt nicht, wie man meinen könnte vom Thunfisch, sondern steht für Neuseelands bekanntesten Fluss, den Kaituna. An diesem lebt und paddelt Co-Designer Kenny Muttons. Des Weiteren heißt Tuna in der alten Maori-Sprache Aal. Bliss Stick will damit das Boot in einem Wort beschreiben. Es ist schlanker, schneller und trotz alle dem wendig.

Aber ist der neue Tuna wirklich so schnell? Diese Frage wurde mir nach der ersten Testfahrt von vielen Seiten gestellt. Ich kann ohne schlechtem Gewissen antworten: „Ja, er ist schnell. Sau schnell!“ Schneller als alle Creeker die ich vorher gefahren bin. Die Kanten, die Länge und der Rocker des Tunas sind genau dafür entwickelt und haben ihr Ziel vollkommen erreicht. Das Boot rast über alles hinweg und verliert im Rapid nicht an Geschwindigkeit. Zu dem ist er auf Flachwasserpassagen dadurch weitaus angenehmer zu fahren. Man fühlt sich nicht mehr wie in einem Bulldozer sitzend, man kommt mühelos voran.

 

Das Unterschiff ist äußerst interessant. Prinzipiell ist der Tuna eher flach gehalten. Vom Cockpit an bis zum Hinterschiff ziehen sich die Rundungen hoch, bis zum hart abgeschnittenem Heck. Fast wie bei einem Spielboot. Mit einer Gesamtlänge von 256 cm ist der Tuna nicht gerade kurz, jedoch hatte ich im Boot nie das Gefühl in solch einem langen Kajak zu sitzen. Ehrlich gesagt, ist er ein bisschen schwieriger oder ungewohnt zu boofen. Allerdings verliert er kaum an Geschwindigkeit, selbst wenn man mit der Nase eigentlich etwas zu flach landet.

Die Kanten des Tuna sind ausgeprägter als beim Mystic, allerdings sehr ausgewogen. So fühlt man sich nicht wie in einem unsinkbaren Schlachtschiff, welches wie ein Brett auf dem Wasser liegt. Der Tuna fährt sich sehr ruhig und ist auch bei Drehungen stabil. Der stark ausgeprägte Rocker sollte dazu führen einfach über Löcher hinweg zu donnern, jedoch konnte ich dies auf dem Tuna nicht wirklich testen.

 

Ich selbst mag das Heck vom Tuna. Selbst in starken Verschneidungen oder unruhigem Wasser verliert der Tuna nicht an Präzision und Geschwindigkeit. Zudem bleibt er ausbalanciert. Das gibt zusätzliche Sicherheit.

Das Cockpit ist – natürlich -, wie bei allen anderen Bliss Stick Booten super komfortabel. Die Luke ist etwas größer als beim Mystic. Trotz des Volumens von 295 Liter fühlt der Tuna sich nicht riesig an. Im Magnum 80 oder Habitat 80 fühlte ich mich mehr in einer Badewanne sitzend. Auch wenn die Luke eher flach gehalten ist und damit der Kniebereich für manch einen eher einschränkend wirkt, bietet der Tuna reichlich Spielraum um ihn auf seine Bedürfnisse einzustellen. Der Süllrand behindert die Knie in keinster Weise, sodass vor allem größere Paddler Ihren Spaß mit dem Boot haben werden. Was ich persönlich am Cockpit sehr gut finde ist, dass ich beim rollen oder stützen mir nicht die Ellbogen am Süllrand anschlage.

 

Bliss Stick hat ein paar kleine, meiner Meinung nach sehr gute Verbesserungen vorgenommen. Die Halte- bzw. Tragegriffe auf dem Oberschiff wurden überarbeitet. So sind unter den Tragegriffen kleine Mulden, in der die Hand komplett Platz hat ohne das diese zerdrückt wird. Sehr angenehm vor allem an Portagen, bei denen das Boot öfters von oben herab gelassen werden muss. Zudem wurden die Bergestifte hinter dem Süllrand beidseitig entfernt. Was zur besseren Materialstabilität in diesem Bereich führt und beim Stützen oder Rollen eventuelles auf hauen der Finger vorbeugt. Alles in allem ist der Tuna nur ca. ein Kilo schwerer als der Mystic, da geht in Ordnung.

Man sollte beim boofen vorsichtig sein. Das flache Unterschiff vor allem im Sitzbereich verzeiht keine großen Fehler und kann im Extremfall schmerzlich sein. Jedoch gibt es eine einfach Lösung: „Behalte die Geschwindigkeit bei. Boof, aber nicht zu stark!“ Gerade kleinere Paddler werden durch die Länge des Tuna Probleme beim boofen bekommen. Aber das denke ich ist auch logisch, schließlich sollen mit dem Tuna ja auch größere Paddler angesprochen werden.

Mein Fazit:

 

Mein Gesamteindruck deckt alle meine Wünsche an einen Kajak bestens ab. Er ist unglaublich schnell, auf den Kanten stabil und flach; daher sehr wendig. Ich habe keine lange Einfahrzeit verschwenden müssen, da dass Boot keine argen Besonderheiten oder Fahreigenschaften aufweist. Satt dessen konnte ich einfach Einsteigen und los paddeln. Egal ob leichtes oder Wildwasser im fünften Grad. Für mich persönlich muss ein guter Creeker schwieriges Wildwasser vereinfachen, ohne mir den Fahrspaß zu nehmen. Der Tuna macht dies möglich. Auch wenn ich ein großer Fan vom Mystic bin und das Boot gerne und viel gefahren bin, werde ich nun auf den Tuna umsteigen....“ Originalfassung auf http://chasingwater.blogspot.com/

Tuna - Daten

 

• Länge 256 cm

• Breite 67,5 cm

• Volumen 295 Liter

• Gewicht ca. 22,5 Kg

• Paddlergewicht bis ca 110 kg

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Kommentare: 2
  • #1

    Katie Zipp (Donnerstag, 02 Februar 2017 08:11)


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