Rückblick auf die Sasion 2011

Es ist Ende November und das Jahr ist schon fast vorbei. Jedoch kann es ja nicht sein, dass das Jahr so mir nichts dir nichts verstreicht, ohne dass man paddeln war. Ganz im Gegenteil, Daniel Riedmüller, Bliss Stick Team Rookie berichtet von seinem Paddeljahr:

 

Schon am ersten Januarwochenende waren die Bäche des Schwarzwaldes außergewöhnlich voll und so kam ich in den Genuss, das erste Mal auf der Mittleren Murg zu paddeln bei richtig viel Wasser . Schnell noch die untere Murg im Spielboot mitgenommen und abschließend eine kleine Park´n Hulk Session am Geroldsauer Wasserfall, welchen ich ebenfalls zuvor noch nicht befahren hatte.

Fehlender Schnee im Schwarzwald und damit verbunden trockene Flüsse verhinderten leider weitere „Erstbefahrungen“. Was folgte war eine Lange Zeit der Abstinenz. Lediglich zwei Besuche am Wiesenwehr stellten den Kontakt zum Wasser und Boot wieder her.

Ende März begann endlich das Teamtraining in Plattling, bei einem Traumpegel von 170cm. Der Startschuss für eine fast ununterbrochene Folge von Paddelwochenenden an der Plattlinger Walze.

 

Anfang April besuchte ich erst noch Carnay, bevor das Spielboot für eine Weile in der Garage lag, denn das zweite Aprilwochenende galt schon dem einpaddeln für Korsika, welches im Tessin stattfand. Auf der Moesa angefangen, ging es weiter zu meiner Ersten Fahrt auf der Verzasca und der Melezza. So vorbereitet, konnte es dann das Wochenende darauf direkt für zwei Wochen nach Korsika gehen. Aber auch die Insel der Schönheit, hat schon kräftigere Winter erlebt und so fielen die Wasserstände dort ebenfalls niedrig aus. Was uns aber nicht vom paddeln abhalten konnte. Nur die Auswahl der Flüsse war eben begrenzt. Abhacken konnte ich die 2. Und 3. Etappe des Taravo, Rizzanese, die Défilé de Strette und die untere Schlucht des Fium Orbo, den Golo, die Untere Schlucht des Tavigiano und den Codi.

Zurück in Deutschland ging es in die Vorbereitung für meine Abschlussprüfungen. Nachdem diese erledigt waren, konnte ich nicht lange auf dem trockenen bleiben: es ging direkt weiter ins Ötztal. Bei einem Pegel von 200cm auf der Mittleren Ötz hatte ich endlich wieder richtig Wasser unter dem Boot. Der Pegel stieg über Nacht und so wurde bei 210cm die letzte Stufe der Wellerbrücke, die untere Venter und die obere Ötz gefahren. Das Wasser steigt nochmals und so wagten wir uns bei kappen 220cm nochmals auf die Mittlere Ötz und stießen dabei an unsere Grenzen. Auf der Köfelser Strecke konnte ich den Puls dann wieder entspannen.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde zum Grazrodeo mal wieder das Spielboot ausgepackt. „Mann ist das klein und leicht“, stellte ich fest. Für das Halbfinale hatte es zwar leider nicht gereicht, doch saßen alle Topplatzieren mindestens 30 Paddeltage mehr im Spielboot, im Gegensatz zu mir.

 

Und so ging es weiter zu neuen Erlebnissen im vertrauten Wildwasserboot. Von super Wasserständen auf der Landquart , mit Regen im Tal und Schnee auf den Bergen (Ende Mai) direkt weiter ins Engadin. Hier war der Inn so eingeschenkt, dass wir uns für eine „Down River Spielbootsession“ auf der Soulser Stecke entscheiden. Anschließend schnell was essen und direkt wieder über den Pass zum Glenner, wo ich mich für die nächsten Tage verabredet hatte. Trotz anfangs leichtem Schneefall am Pass und späteren 10cm geschlossener Schneedecke auf der Straße, erreichten wir den Treffpunkt rechtzeitig. Zur Belohnung befuhren wir den Glenner, welchen ich bis dato auch nicht kannte. Abschließend passte zum Glück seit langem wieder der Wasserstand der Reuss, für die Welle in Bremgarten. Kurzerhand wurde die Route nach Hause abgeändert und endlich mal wieder die Wellentricks trainiert.

Christi Himmelfahrt ging es dann wie im Vorjahr nach Lienz. Idealer Ausgangspunkt zum Wildwasser- und Spielbootfahren. Am Donnerstag für zehn Kilometer auf der Isel, mit dem Spielboot und anschließend direkt auf die Drauwalze als Training für das Dolomitenrodeo. Freitags ging es dann mit dem Creecker ins Defereggen Tal, angefangen auf der Standartstrecke des Defereggenbachs. Direkt im Anschluss folgten dann die Tunnel- und die Galeriestrecke, schwerer aber dennoch sehr fair. Zum Abschluss des Tages ging es dann noch auf die Wasserfallstrecke, welche von den Einheimischen zu Recht „Little Norway“ genannt wird. Herrliches Wildwasser mit zwei Wasserfällen 5 und 7 Meter.

 

Die Lehrzeit neigte sich dem Ende zu und der Urlaub musste abgebaut werden. Das brauchte man mir als Paddler nicht zweimal sagen. Also nahm ich zwei Wochen über Pfingsten frei: Aus der ersten Woche folgte eine Statistik, welche viel Paddeln aber auch viel Autofahren zeigte. 3mal die Teufelsschlucht bei Lofer, 5mal die Lammeröfen, 1mal die Salzachöfen, 3mal den Untertalbach , 1mal das Gesäuse auf der Enz, den Srumboding Wasserfall auf der Steyr, die Koppendraun, die Imsterschlucht, 2mal den Pitzbach, 1mal die untere Venter und obere Ötz bei Sommerwasserstand (viel Wasser), die Tiefenbachklamm und die Kaiserklamm an der Brandenbergerache und eine Befahrung der oberen Auerklamm, welche eigentlich eine Canyoning Tour ist.

Die zweite Woche hingegen verbrachte ich als Zuschauer in Plattling bei der Kanufreestyle WM, war aber dennoch jeden Tag auch selbst auch auf dem Wasser.

 

Die Arbeit rief, meine Lehrzeit ging zu Ende und so mussten die Boote das ein oder andere Wochenende im Sommer mal zu Hause bleiben....

Bei einem erneuten Wochenende im Engadin passte dann der Wasserstand, dass ich auf dem Inn erstmals nach der Giasun- Strecke auch direkt die Ardezer Strecke weiter fahren konnte. Herrliches Wildwasser, mit der Kernstelle genannt dem Bockschlitz, welchen wir dank super Team und etlichen Sicherungsposten auch befahren konnten. Unterhalb am Himmelskucker wurde dann im Rahmen der Verfechtertage noch der „Style the line“ Contest ausgetragen, wobei es eine Menge super sauberen Linien mit sehr viel Style zu sehen gab.

Am ersten Augst Wochenende wurden dann mit Hilfe des Spielbootes und Big Air Rampe, die Lufträume in Saarbrücken unsicher gemacht. Da das fliegen so schön war und der Pegel in Bremgarten mit 145m^3/s auch nahezu perfekt, ging es Mitte August endlich wieder mal ein ganzes Wochenende schön geschmeidig Wellenreiten.

 

Im September verbrachte ich ein Wochenende in München, welches Samstags super mit einer schönen Session am Plug im Englischen Garten startete und Sonntags mit miesem Wetter beim Rodeo an der Floßlände endete.

 

Das schlechte Wetter war eher die Ausnahme, denn die nächsten Wochenenden ließ sich nur noch die Sonne sehen. So wurde beim diesjährigen Rissbachfliegen vom AKC, meine erste Fahrt durch die Klamm von der Sonne belächelt, woraufhin ich bei der Zweiten und Dritten Fahrt am Ende auch lächeln konnte ;) und zum Abschluss noch eine gemütliche fahrt oberhalb der Klamm genoss.

 

Schon war es wieder Oktober und die Paddelpilger machten sich auf den Weg ins Ötztal. Auch ich folgte dem Ruf der Sickline WM, sparte mir aber das Startgeld und nahm an dieser nur als Zuschauer Teil. Zu dem Standard Programm des Ötztals wie von Unterer Venter, Oberer und Mittlerer Ötz, kam an dem Wochenende aber noch meine erste Fahrt der Unteren Wellerbrücke, welche aber noch fernab der 56 Sekunden von Sam Sutten war ;).

 

So komme ich bis Mitte November auf 78 Paddeltage. Ich bin eine Menge neue Bäche gepaddelt und habe mich beim Wildwasserfahren ziemlich an das „Leben an der Abrisskante“ gewöhnt.

 

Mittlerweile sind die Temperaturen ziemlich frisch geworden, sodass die Tickets für den nächsten Kajak Trip schon gebucht sind: im Dezember geht’s für mich das erste Mal zum Wildwasserfahren auf Bäche, welche ihren Ursprung nicht in den Alpen finden. Nach Chile, wo ich innerhalb 3 ½ Wochen hoffentlich viele neue Flüsse entdecken werde....

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Kommentare: 7
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